1. Grundlagen und Ausrüstung


Das Ziel bei (meiner) Panorama-Fotografie ist es, ein Foto zu erstellen, welches mir einen totalen Rundumblick (360°) eines an einem bestimmen Ort ermöglicht. Es ist nicht zu verwechseln mit einem Panoramabild einer APS-Kamera, bei dem lediglich von einem normalen Foto oben und unten ein paar Zentimeter abgeschnitten werden. Ich meine ein Foto, dessen Anfang und Ende exakt zusammenpassen. Wenn man dieses Foto ca. 2 Meter hoch ausdrucken und es an den Enden zusammenkleben würde,
 
hätte man einen offenen Zylinder in den man sich hineinstellen könnte und in dem man sich an den Ort des Fotos zurückversetzt fühlen würde. :-)

Da mir dies aber ein wenig umständlich schien, habe ich mich für die digitale Variante des ganzen entschieden.

Zum Fotografieren des Panorama-Bildes nutz man in Profikreisen meist eine extra Panorama-Kamera. In ihr ist der Film außen auf einem Zylinder angebracht und während der Aufnahme wandert ein kleiner Schlitz außen an der Kamera entlang und belichtet so den Film kontinuierlich.
 
Es bewegt sich also nicht der Film, sondern wenn man so will die Blende.

Da ich nicht annährend die Mittel für eine echte Panorama-Kamera besitze, muß ich mich mit einer simplen Digitalkamera begnügen. Für meine Fotos nutze ich entweder die „Canon DIGITAL IXUS 330“ oder die „Nikon COOLPIX 885“. Beide Kameras kann ich nur empfehlen!
Ansonsten brauch ich nur noch ein einfaches Kamera-Stativ und einen Rechner.

 
Um mit einer normalen Kamera zu einer Panorama-Aufnahme zu kommen, muß man mehrere Bilder hintereinander fotografieren und sie später zusammenkleben („stitchen“).
Das sind in der Regel zwischen 10 und 13 Fotos. Die Fotos dürfen natürlich nicht exakt aneinander anschließen, sondern müssen sich um 15%-20% überlappen.

Eine Reihe solcher Bilder bildet dann einen 360°-Rundumblick. Möchte man später jedoch auch nach oben oder unten schauen können, so benötigt man entweder ein Objektiv mit extremer Brennweite oder aber sogenannte Fish-Eye-Linsen.
 
Diese bieten im optimalen Fall genau den Blick von rechts nach links und von oben nach unten – man sieht also genau eine Halbkugel. Von solchen Aufnahmen benötigt zwei, eine nach vorn und eine nach hinten, die man dann zu einer kompletten Kugel zusammenkleben kann. Dies erfordert jedoch wieder eine teure Technik und scheidet damit für den kleinen Hobby-Panorama-Fotografen aus. ;-)